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Supplementierung – Sinn und Unsinn, Fette

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Wenn wir über Fett reden und die „guten“ und „schlechten“ Fette erwähnen möchten, was fällt Ihnen als Erstes ein?

Keinem anderen Bestandteil unserer Nahrung hängt ein derart schlechter Ruf an wie dem Fett: Die Substanz gilt als Dickmacher, Verursacher etlicher Leiden und – einmal im Organismus angehäuft – als Problemzone des Menschen. Doch inzwischen ist klar: Jedermann braucht den Stoff – sowohl im Essen als auch im Körper. Denn Fett erfühlt viele lebenswichtige Funktionen und schützt uns sogar vor Krankheiten. Fettreiche Kost ist in den vergangenen Jahrzehnten pauschal in Verruf geraten – zu Unrecht!

Warum wir Fett im Essen brauchen?

  • Fett ist nicht nur ein Speicherstoff, den der Körper einlagert, damit wir Notzeiten überdauern können – sondern einer der vielseitigsten Bestandteile unserer Nahrung. Denn es besteht aus Molekülen, die in hunderten Varianten vorkommen und höchst unterschiedliche Funktionen erfüllen.
  • Grundbausteine der Fette sind die Fettsäuren: lang gestreckte Moleküle, die mal mehr, mal weniger Glieder haben. Viele dieser Fettsäuren sind in der Lage Verbindungen mit anderen Stoffen einzugehen und in dieser Form wichtige Prozesse im Körper zu unterstützen. Manche verbinden sich mit Phosphor zu Substanzen, die die Hülle der Körperzellen stabilisieren. Andere Fette formen einen Stoff, der für die Muskulatur im Magen-Darm-Trakt sowie in der Harnblase von Bedeutung ist.
  • Die Fettsäuren ermöglichen die Produktion lebenswichtiger Hormone, fördern die Durchblutung des Gewebes und sorgen für den Transport etlicher Vitamine.
  • Im Durchschnitt nehmen wir nur etwa 35 Prozent aller Kilokalorien über Fett auf – den weit größeren Teil führen wir dem Körper in Form von Kohlenhydraten zu.
  • Der Grund dafür: Menschen, die bewusst Fett einsparen, essen meist übermäßig viel Brot, Reis, Pasta und Müsli. Sie reichen ihre achaten-suisse.com Mahlzeiten also mit sehr vielen Kohlenhydraten an. Diese aber kann der Körper nur begrenzt speichern – in Form spezieller Zuckermoleküle häufen sie sich etwa in der Leber oder in Muskeln an. Diese Depots sind rasch gefüllt, dann werden Zuckermoleküle ihrerseits auf komplexe Weise in Fette umgewandelt und gelangen in die Vorratszellen des Fettgewebes. Kohlenhydrate können somit ebenso schnell Übergeweicht verursachen wie Fette selbst.

Im Laufe der Menschheitsgeschichte galten prall gefüllte Depots auch in unseren Breiten als Unterpfand für die Existenz, halfen Hungersnöte und lange Winter zu überwinden und entsprachen dem gängigen Schönheitsideal. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts – seit Nahrung zumindest in den Industrienationen stets in ausreichender Menge verfügbar ist – scheint sich der Überlebensvorteil reichhaltiger Fettreserven in sein Gegenteil verkehrt zu haben und haftet der Speichersubstanz Fett nun der Ruf an, dem Menschen eher zu schaden als zu nützen.

Doch jedermann braucht den Stoff.

Auch wenn wir in der modernen Gesellschaft längst keine Mangelzeiten mehr erdulden müssen, sind wir auf Fettvorräte angewiesen. Denn die Reserven sind durchaus kein träges Energielager. Vielmehr dirigiert das Fettgewebe wichtige Vorgänge im Körper, beeinflusst entscheidende Funktionen wie Fortpflanzung und schützt uns vor Krankheit. Das Fett ist also nicht zwangsläufig eine Problemzone des Menschen – sondern ein äußerst vielseitiges Gewebe.

Was Fett im Körper bewirkt?

  • Führen hohe Cholesterinwerte zu Herzinfarkten? Nicht zwangsläufig. Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die die Zellen des Körpers benötigen und die vor allem in der Leber entsteht. Im Blutstrom liegt sie in unterschiedlichen Formen vor. Besonders das s.g. LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein) steht tatsächlich im Verdacht, Gefäße zu verengen und so das Risiko eines Herzinfarktes zu erhöhen. Das HDL-Cholesterin (High-Density-Lipoprotein) entfaltet dagegen im menschlichen Körper sogar eine schützende Wirkung. Viel wichtiger ist, dass in der Nahrung vorhandenes Cholesterin hat einen eher geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut.
  • Macht Essen nach 18 Uhr dick? Nein. Zwar benötigen wir in den Abendstunden weniger Energie als morgens oder mittags – wenn die Aktivität des Körpers höher ist. Doch ob wir zu- oder abnehmen, hängt allein davon ab, ob wir dem Körper im Laufe eines Tages mehr oder weniger Kalorien zuführen, als er verbraucht. Zu welcher Tageszeit, ist unerheblich.
  • Wie aussagekräftig ist der Body-Mass-Index? BMI und Taillenumfang allein reichen für die Abschätzung eines Gesundheitsrisikos nicht aus, sie liefern aber erste Anhaltspunkte. Denn ob jemand von zu viel Fett krank werden kann, hängt davon ab, wie das Gewebe im Körper verteilt ist: Bauchfett ist weit gefährlicher als Fett in den Beinen.
  • Kann man auch von Obst fett werden? Ja, weil es große Mengen Fruchtzucker enthält, der in der Leber besonders schnell in Fett umgewandelt wird (schneller als üblicher Haushaltzucker). Dieses Fett lagert sich vor allem in der Leber selbst an und führt mitunter dazu, dass deren Zellen sich entzünden und den Organismus nicht mehr entgiften können. Bereits mehr als 60 Gramm Fruchtzucker am Tag – das entspricht etwa einem Kilogramm Äpfeln oder einem Liter Apfelsaft – gelten als schädlich.

Ein Begriff, welcher für uns wichtig ist: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren, zu denen gehören die Omega-3- und Omega-6 Fettsäure. Früher wurden alle mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit den Namen Vitamin F betitelt.

Omega-3 Fettsäuren / Omega-6 Fettsäuren

Bei unserer heutigen westlichen Ernährung werden zu viele Omega-6 Fettsäuren und zu wenig Omega-3 Fettsäuren zu sich genommen. Die Supplementierung von Omega-3 Fettsäuren ist mit einer Vielzahl von positiven gesundheitlichen Auswirkungen verbunden. Die vielfältigen Wirkungen von Omega-3 Fettsäuren werden durch eine Beeinflussung der Zellwand-Elastizität erreicht. Die langkettigen Omega-3 Fettsäuren lagern sich dort zusammen mit anderen Fettsäuren an und je höher der Omega-3 Anteil ist, desto flexibler ist die Zellmembran.

Omega-3 Fettsäuren aus Fischöl, insbesondere EPA und DHA, werden Effekte auf den Lipidstoffwechsel, die Arterienwand, das Immunsystem und die Gerinnungsfähigkeit des Blutes zugeschrieben, die sich positiv auf die Entwicklung und den Verlauf von Herzkreislauferkrankungen bzw. Gefäßerkrankungen auswirken können. Darüber hinaus werden, insbesondere für DHA, positive Einflüsse auf die neurophysiologische Entwicklung des jungen Säuglings und den Verlauf von Demenzerkrankungen im Alter angenommen.

Erstrebenswert ist ein Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 von 1:2-5. Heute liegen wir im Durchschnitt bei 1:20-25, d.h. im Verhältnis viel zu viel Omga-6- und zu wenig Omega-3 Fettsäuren.

Die hauptsächlichen Quellen tierischer Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA sind Fettfische, aber auch Fleisch und Milchprodukte. In Pflanzen findet man Omega-3 Fettsäuren hauptsächlich in Zellwänden, wo die Fotosynthese stattfindet. Stark vertreten sind sie in Leinsamen.

Die Omega-6 Fettsäuren finden wir vor allem in vielen Ölen wie Maisöl, Rapsöl, Distelöl oder auch Sonnenblumenöl. Nüsse und Nussöle aber auch Olivenöl enthalten ebenfalls in Maßen Omega-6-Fettsäuren. Ein hoher Anteil an Omega-6 Fettsäuren ist oft in den billigen von der Industrie genutzten Ölen und damit quasi in sämtlich verarbeiteten Lebensmitteln, wie Backwaren und Frittiertem, Fertigprodukten etc.

FAZIT:

Ein entscheidender Faktor ist, dass das Fettgewebe vor allem Partner unserer Immunabwehr ist und gegen Krankheitserreger besondere Abwehrkräfte entfaltet.

Doch wenn Fett für den Menschen so wertvoll ist, wieso ist es dann in den vergangenen Jahrzehnten so in Verruf geraten? Die Antwort der Forscher: bei gefährlich hohem Übergewicht, also einem Körperfettanteil ab 35% bei Frauen und 25% bei Männern, können uns die Depots auch zum Verhängnis werden. Es mag paradox erscheinen, doch ebenjenes enge Zusammenspiel zwischen dem Körperfett und der Immunabwehr, das unser Überleben erst möglich macht, gerät dann aus dem Takt. Gewissermaßen wird der Freund, der den Feind bekämpft, dann selbst zu unserem Gegner. Menschen mit übermäßig viel Bauchfett sollten deshalb unbedingt versuchen, den Füllstand ihrer Speicher zu reduzieren.

Eine Mehraufnahme von Omega 3-Fettsäuren lässt sich teils über normale Lebensmittel bewerkstelligen, sofern die Qualität sowohl bei Ölen als auch bei tierischen Produkten, stimmt. Wild lebende Fische sind Zuchtfischen vorzuziehen. Fleisch, Eier und Milch von Weidetieren hat deutlich mehr Omega-3 Fettsäuren als von Stalltieren mit Mastfütterung. Auch bei der Zubereitung von Fleisch oder Fisch kann man durch zu starkes Erhitzen den Anteil Omega-3 Fettsäuren mindern.

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Wojtek

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