QI

QI – Energie

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In der modernen Quantenphysik gibt es schon seit etwa 70 Jahren die Erkenntnis, dass es eigentlich gar keine Materie gibt. Bereits in den 40-er Jahren des letzten Jahrhunderts hat Max Plank das gesagt. Für die Kernphysik lässt sich letztlich jede Erscheinungsform auf Quantenenergiefelder zurückführen – Felder, die eine bestimmte Information tragen. Ich halte das für ein Äquivalent des alten Begriffs von Qi. Die alten Hochkulturen im Osten wie im Westen hatten schon damals erkannt, dass jeder stofflichen und nichtstofflichen Manifestation nicht nur Energie zugrunde liegt, sondern sie Energie ist.

In China hat man dazu Qi gesagt, in Indien Prana, in klassischen Griechenland war es Pneuma und bei den Hebräern Rauch. So ist alles, Stoff und Nicht-Stoff, Energie und die ihr innewohnende Information. Die stoffliche Manifestation von Qi ist die unbelebte Materie. Sie ist relativ niederfrequent. Schon etwas höher schwingend sind die vegetativen Lebensformen, die dem Pflanzenreich oder beim Menschen den vegetativen Funktionen entsprechen.

  • Die Ebene der Emotionalität ist bereits Energie im nichtstofflichen Bereich und entspricht wie auch die Trieb- und Instinktebene dem animalischen Bereich.
  • Die nächste Ebene ist dann die der Gedankenform. Verstand und Intellekt sind von allen Lebensformen allein dem Menschen eigen. Ihre Energiefelder schwingen noch frequenter als die vorigen. Alle Energie- und Schwingungsebenen gehen dabei fließend ineinander über.
  • Über den Verstand hinaus haben die Menschen noch weitere Bewusstseinskapazitäten. Das was wir Seele nennen, ist vermutlich ebenfalls eine nichtstoffliche Energieform – ein höheres Bewusstsein.

Der Begriff des Qi im ostasiatischen Denken ist unmittelbar mit der Übung des Atmens und der Lebendigkeit verbunden. Um Qi zu verstehen, müssen wir es als eine prinzipielle Grundstruktur asiatischen Denkens wahrnehmen, welcher als Phänomen in der westlichen Kultur nur wenig Aufmerksamkeit zukommt. Wir können nur versuchen uns dem Begriff von Qi beobachtend zu nähern, um ein Bild davon zu erhalten.

Qi ist Bewegung zwischen Yin und Yang.

Ist Yin und Yang im Gleichgewicht so wird ausreichend Qi erzeugt. Jede Imbalance ist Ausdruck von Schwäche eines der beiden und bedeutet eine Störung des gesamten Prozesses. Wird diese Imbalance nicht behoben so wird Qi insgesamt weniger.

Wie zeigt sich eine Imbalance beim Qi? Wir können verschiedene Formen beobachten:

  • Qi-Mangel – krankheitsbedingt, durch zu wenig und falscher Nahrung, durch zu wenig Bewegung etc. kann im Körper nicht ausreichend Qi gebildet werden oder besondere Lebensumstände sind Ursache für einen erhöhten Verbrauch von Qi, betroffen davon sind Niere, Lunge und Milz, dies zeigt sich als Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Antriebslosigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit, …
  • Qi-Schwäche – Qi kann sich nicht ausreichend nach oben bewegen und sinkt ab, die Funktion von Heben und Halten wird schwach, betroffen davon ist vor allem die Milz, dies zeigt sich in Organsenkungen, Krampfader, Schweregefühl, …
  • Qi-Stagnation – die Bewegung/Zirkulation von Qi kann sich nicht frei entfalten, sie wird im System aufgehalten und blockiert, betroffen davon ist vor allem die Leber, dies zeigt sich in körperlichen und emotionalen Blockaden, Gefühl der Starre und Feststecken, Beklemmungen, Verspannungen, Steifigkeit der Gelenke, …
  • Qi-Rebellion – Qi kann nicht frei fließen und ändert seine natürliche Bewegungsrichtung, das betrifft vor allem Magen und Lunge und zeigt sich in Übelkeit, Erbrechen, Schluckauf, Husten,…
  • Eingeschlossenes Qi – die Bewegung nach außen ist blockiert, der Austausch mit der Umgebung ist nicht adäquat möglich, ein Ausdruck für „nein“ und Verweigerung, dies zeigt sich bei Asthma, emotionalen Rückzug, Stottern,…
  • Fliehendes Qi – Qi kann nicht gehalten werden, die Bewegung nach außen ist zu stark und führt zu einem Verlust von Qi, ein Ausdruck von Schwäche und Hilflosigkeit, Grenzen können nicht geschlossen werden, ein stark emotional bedingter Zustand oder Ausdruck extremer Erschöpfung.

Nach der TCM gibt es zwei wesentliche Qi-Quellen für uns Menschen. Die eine Quelle ist die Vorgeburtliche. Wir bekommen zum Zeitpunkt unserer Zeugung von unseren Eltern Energie mit. Dieses Qi steht uns als „Notreserve“ zur Verfügung und wir können es mit meditativen Übungen, Qi Gong, Tai Chi oder Yoga pflegen.

Die zweite Quelle können wir täglich aufs Neue beeinflussen. Es ist das Qi, das wir für unser tägliches Leben benötigen. Es erneuert sich zum größten Teil über:

  • die Nahrung,
  • die Atmung so wie
  • den Schlaf. (Regeneration)

Qi Gong, Tai Chi, Shiatsu, TCM, Yoga und viele andere fernöstliche Wege arbeiten mit dem Qi.

Folgt man der chinesischen Zahlensymbolik 1 = Einheit/Dao, 2 = Yin und Yang und 3 = Qi, so steht die Zahl 4 für die erste Differenzierung des universellen Qi in die Energien der vier Himmelsrichtungen bzw. Regionen: Süden, Norden, Osten und Westen. Jeder dieser Regionen steht für eine bestimmte Energiequalität. Vierer-Systeme finden sich in allen Kosmologien menschlicher Hochkulturen – z.B. auch in unserer eigenen altgriechischen. Da herrschte die Vorstellung, dass die Welt und der Kosmos aus den vier Grundelementen Feuer, Wasser, Luft und Erde bestünde, und je nach Anteil und Zusammensetzung dieser Elemente jedes Ding und jedes Wesen zusammengesetzt ist. In den meisten spirituellen Praktiken wird ein starker Fokus auf die Lebensenergie des Menschen gelenkt, wobei gezielt mit der Lebensenergie (Chi, Qi, Ki oder auch Prana) gearbeitet und diese gestärkt wird.

Die Forschung der Energiemedizin ist ausgerichtet auf Energie in Form von elektro-magnetischen Wellen. Seit Jahren wird in der experimentellen Physik Grundlagenforschung an Meridianen und Akupunkturpunkten betrieben, demjenigen Energiesystem, welches gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin die Lebensenergie Qi im Körper verteilt.

Schlussbemerkung:

Rein logisches Denken verschafft uns keine Erkenntnis über die wirkliche Welt. Alle Erkenntnis der Wirklichkeit beginnt mit der Erfahrung und endet mit ihr. Alle Aussagen zu denen man auf rein logischem Wege kommt, sind, was die Realität angeht, vollkommen leer. (Albert Einstein)

 
Wojtek

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