Antagonisten

Bei allen Bewegungen arbeiten verschiedene Muskeln zusammen. Wenn z.B. der Bizeps den Unterarm im Ellbogengelenk beugt, muss der Trizeps gedehnt werden. Streckt der Trizeps den Arm, muss der Bizeps gedehnt werden. Ein solches Muskelpaar, das an einem Gelenk gegensätzliche Arbeit leistet, bezeichnet man als Antagonisten. Wenn sich der Arm beugt, wirkt der Strecker (Trizeps) als Antagonist. Die jeweils tätigen Antagonisten leisten durch ihr abgestimmtes Bremsen und Dehnen die Feinabstimmung der Kraftbildung der Synergisten.

 

Contract & Relax – Anspannen und Entspannen, die Technik basiert auf dem wissenschaftlichen Prinzip der Propriozeptiven Neuromuskulären Fazilitation. Man setzt sie ein, um verkürzten Strukturen ihren normalen Bewegungsumfang zurückzugeben oder um bei Gleitflächenmobilisation eine höhere Kompression zu erzielen.

  • Zur Verbesserung der Muskeldynamik kontrahieren Sie einen maximal gedehnten Muskel über 5 Sekunden.
  • Danach entspannen Sie den Muskel und kontrahieren nochmals 10 Sekunden.
  • Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit kontrahieren Sie eine verhärtete Struktur, die über dem Ball oder der Hartschaumrolle unter dem Eigengewicht nicht nachgibt, genau 5 Sekunden und entspannen sofort im Anschluss. Damit kann das Gewebe dem mit der Rolle oder dem Ball ausgeübten Druck besser nachgeben.
 

Synergisten

Synergist (zusammenarbeiten) wird in der Medizin ein Muskel genannt, der die Bewegung eines Agonisten unterstützt, verstärkt oder erst ermöglicht. Diese Definition kann nicht auf einen Muskel generell angewandt werden, sondern bezieht sich immer nur ausschließlich auf eine bestimmte Bewegung. So wirken bei verschiedenen Bewegungen des Muskel pectoralis major beispielsweise der Muskel triceps brachii (z. B. Bankdrücken oder Liegestütz) synergistisch, bei anderen jedoch der Muskel biceps brachii (z. B. Butterfly).