Agonisten

Agonisten werden als Hauptbewegungsmuskeln betrachtet. Jede Bewegung stellt das Resultat der Zusammenarbeit mehrerer Muskeln dar. Die Agonisten, die die eigentliche Bewegung ausführen, werden von den Antagonisten unterschieden, die  für die entgegengesetzte Bewegung verantwortlich sind.

 

Ein aktiver Triggerpunkt ist ein übererregbarer Punkt im Muskel, welcher in Ruhe und/oder bei physiologischer Belastung schmerzt. Provoziert man einen aktiven TrP mechanisch mittels Druck, Dehnung oder Nadelung wird damit ein bekanntes Schmerzmuster (lokal oder ausstrahlend) reproduziert.

 

Antagonisten

Bei allen Bewegungen arbeiten verschiedene Muskeln zusammen. Wenn z.B. der Bizeps den Unterarm im Ellbogengelenk beugt, muss der Trizeps gedehnt werden. Streckt der Trizeps den Arm, muss der Bizeps gedehnt werden. Ein solches Muskelpaar, das an einem Gelenk gegensätzliche Arbeit leistet, bezeichnet man als Antagonisten. Wenn sich der Arm beugt, wirkt der Strecker (Trizeps) als Antagonist. Die jeweils tätigen Antagonisten leisten durch ihr abgestimmtes Bremsen und Dehnen die Feinabstimmung der Kraftbildung der Synergisten.

 

Cholesterin

Cholesterin ist ein essenzieller (notwendiger) Nahrungsbestandteil, zählt als fettähnliche Substanz zur Klasse der Sterine (zuerst in der Galle gefunden). Es ist ein unentbehrlicher Strukturbestandteil aller tierischen Zellmembranen, bildet den Ausgangsstoff für die Herstellung von Gallensäure, Vitamin D, die Steroidhormone der Nebenniere und von Sexualhormonen. Es kann nur von Wirbeltieren selbst synthetisiert werden, andere Tiere (wie einige Insekten) vermögen pflanzliche Sterine in Cholesterin umzuwandeln oder müssen es mit der Nahrung aufnehmen. Im Blut liegt das Cholesterin überwiegend in seinen mit Fettsäuren veresterten Formen vor, den durch ihre physikalischen Eigenschaften unterscheidbaren Lipoproteinen mit geringerer (LDL-Cholesterin; Low Density Lipoproteins) und höherer (HDL-Cholesterin; High Densitiy Lipoproteins) Dichte. Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut gilt als wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose, da sich Cholesterin und seine Verbindungen (bes. LDL) in den Gefäßwänden ablagern und anschließend verkalken können.

 

Contract & Relax – Anspannen und Entspannen, die Technik basiert auf dem wissenschaftlichen Prinzip der Propriozeptiven Neuromuskulären Fazilitation. Man setzt sie ein, um verkürzten Strukturen ihren normalen Bewegungsumfang zurückzugeben oder um bei Gleitflächenmobilisation eine höhere Kompression zu erzielen.

  • Zur Verbesserung der Muskeldynamik kontrahieren Sie einen maximal gedehnten Muskel über 5 Sekunden.
  • Danach entspannen Sie den Muskel und kontrahieren nochmals 10 Sekunden.
  • Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit kontrahieren Sie eine verhärtete Struktur, die über dem Ball oder der Hartschaumrolle unter dem Eigengewicht nicht nachgibt, genau 5 Sekunden und entspannen sofort im Anschluss. Damit kann das Gewebe dem mit der Rolle oder dem Ball ausgeübten Druck besser nachgeben.
 

HDL-Cholesterin

HDL-Cholesterin (high density lipoprotein) ist eine Fett-Eiweiß-Verbindung mit hoher Dichte. Es transportiert Cholesterin aus den Zellen des Körpers zur Leber. Dort wird es abgebaut beziehungsweise über die Galle ausgeschieden. Das HDL hilft so, die Gefahr von Fettablagerungen in den Gefäßen (Arterienverkalkung, Arteriosklerose) zu senken. Aus diesem Grund wird HDL oft als “gutes” Cholesterin bezeichnet – im Gegensatz zum “schlechten” LDL (low density lipoprotein).

 

Ein latenter Triggerpunkt löst keine spontanen Schmerzen aus und schmerzt nur bei Palpieren. Dieser TrP kann alle klinischen Eigenschaften eines aktiven Triggerpunktes aufweisen, jedoch mit einer Ausnahme: die Reproduktion der aktuellen Schmerzen ist über den latenten TrP nicht möglich.

 

LDL-Cholesterin

LDL (Low-Density-Lipoprotein) bezeichnet Vertreter einer von mehreren Klassen der Lipoproteine. Es dient als Transportvehikel für die im Blutplasma wasserunlöslichen (lipophilen) Substanzen wie Cholesterin, Cholesterinester, Triglyceride, Fettsäuren und Phospholipide sowie von den fettlöslichen Vitaminen, Vitamin E und Vitamin A.

 

Lumholtz

Carl Sophus Lumholtz (* 23. April 1851 in Fåberg, Norwegen; † 5. Mai 1922 in Saranac Lake, New York, USA) war ein norwegischer Naturforscher und Ethnologe. Er war Mitglied der Gesellschaft für Wissenschaft von Norwegen und auswärtiges Mitglied der Gesellschaft für Anthropologie Paris. Ein Nationalpark in Queensland wurde nach ihm benannt.

Bald nach seinem naturwissenschaftlichen Abschluss bereiste Lumholtz von 1880 bis 1884 im Auftrag des Zoologischen und Zootomischen Museums der Universität von Christiania (Oslo) Süd- und Nordost-Australien um neue Säugetierarten zu entdecken und Belegstücke für das Museum zu sammeln. Aufgrund seines Interesses für Naturvölker nahm er Kontakt zu den Aborigines auf, welche ihn bei seiner Suche unterstützten. Sie berichteten ihm von einem ungewöhnlichen Tier, welches auf Bäumen in den Gebirgen nahe der Küste lebt. Lumholtz machte sich auf die Suche und entdeckte die erste von zwei in Australien vorkommenden Baumkänguru-Arten, welche nach ihm Lumholtz-Baumkänguru (Dendrolagus lumholtzi) benannt wurde. Zuvor waren Baumkängurus nur von Neuguinea bekannt.

Nach seiner Rückkehr nach Norwegen 1884 unternahm Lumholtz aufgrund seines Interesses für primitive Kulturen zwischen 1890 und 1910 sechs Forschungsreisen nach Nordwest-Mexiko und bereiste von 1913 bis 1917 Borneo.

 

Palpieren

Als Palpation (palpieren) bezeichnet man in der Medizin die Untersuchung des Körpers durch Betasten – palpieren, abtasten, befühlen (z. B. dicht unter der Körperoberfläche liegende innere Organe) und ist eines der ältesten Diagnoseverfahren zur körperlichen Untersuchung in der Medizin.

 

Ein Primärer Triggerpunkt wird durch akute oder chronische Überlastung oder durch übermäßigen Gebrauch des betroffenen Muskels und nicht als Folge einer Triggerpunktaktivität in einem anderen Muskel aktiviert.

 

Propriozeption

Propriozeption oder Propriorezeption (von lateinisch proprius „eigen“ und recipere „aufnehmen“) bezeichnet die Wahrnehmung von Körperbewegung und -lage im Raum bzw. der Lage/Stellung einzelner Körperteile zueinander. Es handelt sich somit um eine Eigenempfindung.

Das einfachste Beispiel der Propriozeption ist der Eigenreflex im Kniegelenk. Durch einen leichten Schlag gegen die Patellasehne unterhalb der Kniescheibe kommt es zu einer Kontraktion im Oberschenkelmuskel. Warum? Die Patellasehne wird passiv gedehnt und dehnt somit den zugehörigen Muskel (M. quadrizeps femoris). Muskelspindeln in diesem Muskel registrieren diese Dehnung (Afferenz) und bewirken eine Kontraktion (Efferenz).